Ein Kleid für die Mutter Gottes
Bereits im Alten Bund wurden die heiligen Bezirke des Jerusalemer Tempels mit kostbaren Vorhängen geschmückt und zugleich von der Welt abgetrennt. Eine ganz besondere Bedeutung kam dabei dem Vorhang zu, der das Allerheiligste vom restlichen Tempel abschirmte. Gott selbst befahl dem hl. Moses, daß dieser Vorhang aus besonderem Leinen gefertigt, mit rotem und blauem Purpur und Karmesin gefärbt und mit goldenen Cherubim bestickt sein sollte. Die christliche Überlieferung berichtet sogar, daß die allerseligste Jungfrau Maria in ihren jungen Jahren zu den auserwählten Tempeljungfrauen gehörte, die einen dieser Vorhänge fertigten.
Wenn schon das Allerheiligste im Jerusalemer Tempel, in dem sich der Herr auf geheimnisvolle Weise verbarg, so geschmückt wurde, kam im Christentum früh der Gedanke auf, auch die Bilder und Statuen der Mutter Gottes mit kostbaren Kleidern zu schmücken. Denn die Jungfrau Maria wurde selbst zur foederis arca – zur Bundeslade Gottes –, jenes Gottes, den sie nicht nur mystisch wie der alte Tempel, sondern leibhaftig in ihrem jungfräulichen Schoße barg.
In der Absicht, diese alte Tradition aufs neue in St. Afra zu pflegen, hatten wir schon oft überlegt, wo und wie wir solch ein Kleid für die Marienstatue in unserer Kreuzgangkapelle anfertigen lassen könnten. Doch aus zeitlichen Gründen verschoben wir es dann immer wieder in die Zukunft. Auf einer Reise nach Andalusien stand Frater Langenberger in der Altstadt von Malaga unversehens vor einem kleinen Devotionaliengeschäft und erspähte durch das Schaufenster ein paar mit Kleidern geschmückte Christkindfiguren. Beim Betreten des Geschäftes traute er seinen Augen kaum. Es war nämlich ein Laden, der auf die Herstellung von Kleidern insbesondere für Marienstatuen, aber auch für andere Heiligenfiguren spezialisiert war: Kleider in jeglicher liturgischen Farbe, aus Seide, Samt und Brokat, mit und ohne Stickerei und in jeder nur erdenklichen Größe.
Eines dieser Kleider wird von nun an alljährlich in der Oktav von Mariä Himmelfahrt unsere Mutter Gottes im Kreuzgang schmücken. Möge sie uns diese Liebe vergelten und uns als stella matutina den Weg in die himmlische Ewigkeit weisen.
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