Hl. Kyrill von Alexandrien

Kyrill (Cyrillus) lebte von etwa 380 bis 444 in Alexandrien, er wurde schon früh als heiligmäßiger Vater der Kirche verehrt, seine formelle Aufnahme unter die Kirchenlehrer in der Kirche des Westens erfolgte jedoch erst 1882. Unser Brevier feiert sein Gedenken am 9. Februar.

Lesungen:

Iconendarstellung des hl. KyrillCyrillus von Alexandrien, dessen Ruhm nicht nur durch das Zeugnis des einen, oder des anderen Kirchenvaters bestätigt, sondern such in den Akten der allgemeinen Kirchenversammlungen von Ephesus und Chalzedon gefeiert wird, stammte von angesehenen Eltern ab; er war ein Neffe des Bischofs Theophilius von Alexandrien. Schon in der Jugend zeigten sich seine hervorragenden Geistesgaben. Nachdem er in der Literatur und in der Wissenschaft sich gut ausgebildet hatte, ging er zu Johannes, dem Bischof von Jerusalem, um sich auch im christlichen Glauben zu vervollkommnen. Später kehrte er wieder nach Alexandrien zurück. Nach dem Tode des Theophilius wurde er auf den Bischofsstuhl erhoben. Als Bischof suchte er beharrlich das Muster eines guten Hirten, wie es der Apostel gezeichnet, darzustellen und erlangte darum mit Recht den Ruf eines ganz heiligen Bischofs. (4. Lesung)

Voll glühendem Seeleneifer wandte er alle Sorgfalt an, um die ihm anvertraute Herde in Glauben und Sitten rein zu bewahren und sie vor dem Geiste der Ungläubigen und Irrlehrer zu schützen. Darum sorgte er dafür, daß die Anhänger des Novatus aus der Stadt vertrieben und daß die Juden, die in ihrer Wut unter den Christen ein Blutbad anrichten wollten, den Gesetzen gemäß bestraft wurden. Ganz besonders aber zeigte sich des Cyrillus Eifer für die Reinheit des katholischen Glaubens dem Bischof Nestorius von Konstantinopel gegenüber. Dieser behauptete, der aus der Jungfrau Maria geborene Jesus Christus sein nur ein Mensch und nicht auch Gott gewesen; die Gottheit sei ihm nur auf Grund seiner Verdienste verliehen worden. Als Cyrillus vergeblich versucht hatte, ihn zum Widerruf zu bewegen, zeigte er ihn beim heiligen Papste Cölestin an. (5. Lesung)

Als Legat Cölestins leitete Cyrill auch das Konzil von Ephesus; dort wurde die Irrlehre des Nestorius voll und ganz verworfen, Nestorius wurde verurteilt und abgesetzt; auch wurde die katholische Lehre von der einen göttlichen Person in Christus und von der göttlichen Mutterschaft der glorreichen Jungfrau Maria verkündet, unter dem Jubel des ganzen Volkes, das in unglaublicher Freude aufjauchzte und mit brennenden Fackeln die Bischöfe nach Hause geleitete. Dies war aber auch der Grund, warum Cyrill von seiten ses Nestorius und seiner Anhänger vielerlei Beschimpfungen, Ungerechtigkeiten und Verfolgungen erdulden mußte. Er ertrug das alles aber sehr geduldig. er war ja nur um den Glauben besorgt und achtete alles, was die Irrlehrer gegen ihn ersannen und unternahmen, für nichts. Nachdem er also für die Kirche Gottes große Mühen auf sich genommen und auch mehrere Schriften herausgegeben hatte zur Widerlegung der Heiden und Irrlehrer, sowie zur Erklärung der heiligen Schrift und der katholischen Glaubenslehren, starb er schließlich eines seligen Todes im Jahre des Herrn 444, im 32. Jahre seines Bischofsamtes. Papst Leo XIII. hat das Stundengebet und die Messe dieses hervorragenden Kämpfers für den katholischen Glauben, dieser Leuchte der Ostkirche, auf die ganze Kirche ausgedehnt. (6. Lesung)

Oration:

Gott, Du hast Deinen heiligen Bekenner und Bischof Cyrillus zum unbesiegbaren Vorkämpfer für die göttliche Mutterschaft der allerseligsten Jungfrau Maria gemacht; gib uns auf seine Fürsprache hin, daß wir, die wir Maria als Gottesmutter freudig bekennen, durch ihren mütterlichen Schutz auch gerettet werden; durch ihn, unsern Herrn.

Kommemoration der hl. Apollonia, Jungfrau und Märtyrerin

Lesung:

Apollonia war eine Jungfrau aus Alexandrien. Schon im vorgerückten Alter wurde sie unter dem Kaiser Dezius vor die Götzenbilder gestellt und sollte ihnen Verehrung erweisen. Sie wies dies jedoch zurück und erklärte offen, man dürfe nur Jesus Christus als den wahren gott anbeten. Deshalb wurden ihr alle Zähne eingeschlagen und herausgerissen. Die glaubenslosen Henker drohten ihr auch, falls sie Christus nicht verleugne und die Götter anbete, würden sie einen Scheiterhaufen anzünden und sie lebendig darauf verbrennen. Da entgegnete sie, sie würde gerne jeden Tod für Christus auf sich nehmen. Daraufhin wurde sie ergriffen, um verbrannt zu werden. Sie blieb aber einen kurzen Augenblick stehen, gleich als ob sie überlegen wollte, was sie tun solle. Dann entwand sie sie sich plötzlich ihren Händen und stürzte sich selbst in das lodernde Feuer. Denn stärker noch als dieses glühte in ihrem Innern das Feuer des Heiligen Geistes. Bald war ihr Leib vom Feuer verzehrt und ihr reiner Geist schwang sich in den Himmel empor, um die ewige Krone des Martyriums zu empfangen. (9. Lesung)

Oration:

Gott, Du hast neben anderen Wundern Deiner Allmacht auch dem schwachen Geschlecht den Sieg des Martyriums verliehen; gewähre uns gnädig, daß wir, die wir das Geburtsfest Deiner heiligen Jungfrau und Märtyrerin Apollonia feiern, nach ihrem Vorbild zu Dir emporsteigen; durch unsern Herrn.


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