Mariä Sieben Schmerzen im September

Ein Fest der Sieben Schmerzen der allerseligsten Jungfrau Maria wurde bereits im 13. Jh. im Umkreis des Servitenordens begangen. Papst Benedikt XIII schrieb es im Jahr 1727 für die ganze Kirche für den Freitag nach dem Passionssonntag vor. Als Papst Pius VII. im Jahr 1814 aus der Gefangenschaft Napoleons befreit worden war, dehnte er eine bisher nur in Rom begangene 2. Feier am 15. September auf die ganze Kirche aus.

Lesungen aus der Predigt des hl. Abtes Bernard:

Um ein Marienbild in der Mitte sind kleine bildliche Darstellungen der 7 schmerzhaften Szenen angeordnetDas Martyrium der Jungfrau wird bei der Weissagung des Simeon und ebenso in dem Bericht über das Leiden Jesu hervorgehoben. Über den Jesusknaben sagte der heilige Greis: Dieser ist gesetzt zum Zeichen, dem man widersprechen wird. Und zu Maria sagte er: Deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen. Wenn es deine Seele nicht durchdrungen hätte hätte es ja auch den Leib deines Sohnes nicht durchdringen können. Nachdem Jesus seinen Geist ausgehaucht hatte, traf die grausame Lanze, die seine Seite durchbohrte, seine Seele nicht mehr, aber deine Seele durchdrang sie. Seine Seele war nicht mehr dort, aber deine Seele konnte sich von da nicht trennen. (4. Lesung)

Deine Seele durchdrang also der gewaltige Schmerz. Nicht mit Unrecht preisen wir dich darum höher als die Märtyrer; denn größer als alles körperliche Leid war in dir das liebevolle Mitleiden. Oder war für dich nicht schlimmer als ein Schwerthieb jenes wahrhaft die Seele durchbohrende und bis zur Scheidung von Seele und Geist vorstoßende Wort: Weib, siehe da dein Sohn? Welch ein Tausch! Johannes wird dir an Jesu statt gegeben, der Knecht für den Herrn, der Jünger für den Meister, der Sohn des Zebedäus für den Sohn Gottes, ein bloßer Mensch für den wahren Gott. Wie mußte dieser Ausspruch deine gefühlvolle Seele durchdringen, da noch die Erinnerung daran unsere steinernen und eisernen Herzen zerschneidet! (5. Lesung)

Wundert euch nicht, Brüder, wenn Maria wegen ihrer Seelenleiden eine Martyrin genannt wird. Darüber könnte sich nur wundern, wer sich nicht mehr erinnert, daß Paulus als eines der größten Laster der Heiden ihre Gefühllosigkeit bezeichnet. Doch das war fern vom Herzen Mariä, das sei auch fern von ihren Dienern! Aber vielleicht wird jemand sagen: Wußte sie denn nicht vorher, daß er sterben werde? Ganz gewiß. Hoffte sie denn nicht, daß er bald auferstehen werde? Ganz sicher. Und trotzdem war sie betrübt bei der Kreuzigung? Ja sehr. Übrigens, wer bist du, lieber Bruder, oder woher hast du diese Weisheit, daß du dich mehr über das Mitleiden Marias wunderst, als über das Sterben ihres Sohnes? Er konnte doch dem Leibe nach sterben; konnte sie also nicht im herzen mitsterben? Jenes bewirkte die Liebe, die größte, die je einer hatte; auch dieses bewirkte die Liebe, der nach Maria keiner mehr gleichkam. (6. Lesung)

Kommemoration des hl. Martyrer Nikomedes:

Der Priester Nikomedes wurde während der Christenverfolgung unter dem Kaiser Domitian verhaftet, weil er den Leichnam der Jungfrau Felikula bestattet hatte; diese war wegen des Bekenntnisses ihres christlichen Glaubens von Flakkus, dem Vertrauten des Kaisers getötet worden. Er wurde vor die Götzenbilder geführt. Standhaft weigerte er sich jedoch, ihnen, wie ihm befohlen ward, zu opfern, weil das Opfer nur dem einen wahren Gott gebühre, der im Himmel herrscht. Deshalb wurde er mit Bleiruten geschlagen. Bei dieser Marter gab er seinen Geist auf. Der erwähnte Vertraute des Kaisers ließ seinen Leichnam in den Tiber werfen. Justus, der Diener des Nikomedes, suchte ihn aber mit aller Sorgfalt und bestattete ihn ehrenvoll bei der Stadtmauer an der nomentanischen Straße. (9. Lesung)

Oration:

Gott, bei Deinem Leiden hat entsprechend der Weissagung des Simeon das Schwert des Schmerzes das liebevollste Herz der glorreichen Jungfrau und Mutter durchbohrt; verleihe uns gnädig, da wir ihrer Schmerzen in frommer Verehrung gedenken, daß wir die selige Wirkung Deines Leidens erlangen können; der Du lebst.


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