Mariä Geburt

Der wahre Geburtstag der Heiligen ist der Tag, an dem sie das irdische Leben beendeten und das ewige Leben erlangten. Nur der hl. Johannes d. Täufer und die Gottesmutter Maria werden auch mit einem Fest zu ihrer irdischen Geburt geehrt. Das Fest Mariä Geburt wurde in Rom schon im 6. Jh. gefeiert, Festtag ist der 8. September.

Lesung aus der Predigt des hl. Augustinus:

Streng stilisierte Darstellung der Geburtsszene aus einem Missale oder Brevier des späten 19. Jh.Geliebteste! Der ersehnte Festtag der heiligen, ehrwürdigen, allzeit reinen Jungfrau Maria ist uns erschienen. Darum freue sich in höchster Wonne unsere Erde, die durch die Geburt einer solchen Jungfrau verherrlicht wurde. Sie ist die Blume des Feldes, aus der köstlichen Lilie des Tales hervorgesproßt, durch deren Geburt die Natur der Stammeltern umgewandelt und die Schuld getilgt wird. Bei ihr ist der unselige Spruch über Eva aufgehoben, der lautete: In Schmerzen wirst du deine Kinder gebären; denn sie hat in Freuden den Herrn geboren. (4. Lesung)

Eva war voller Trauer, Maria voller Wonne. Eva trug Tränen, Maria trug Freude in ihrem Schoße; denn jene gebar einen sündigen Menschen, diese dagegen den Makellosen. Die Mutter unseres Geschlechtes brachte Strafe über die ganze Erde, die Mutter unseres Herrn brachte Heil in die Welt. Eva ward die Urheberin der Sünde, Maria die Urheberin der Belohnung. Eva brachte den Tod und damit Verderben, Maria brachte das Leben und damit Segen. Jene hat uns verwundet, jene hat uns geheilt. An die Stelle des Ungehorsams tritt der Gehorsam, An die Stelle der Untreue die Treue. (5. Lesung)

Nun darf Maria jubelnd zur Harfe greifen und in schnellem Takte können die Pauken der Mutter erschallen! Voll Freude mögen die Chöre singen und in abwechselnden Weisen mögen ihre sanften Lieder sich mischen! Hört wie unsere Paukenschlägerin sang: Hoch preiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heiland. Gnädig hat er herabgeschaut auf seine niedrige Magd; von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Großes hat an mir getan der Allmächtige. Die Schuld der immer mehr anwachsenden Sünde hat die neue wunderbare Geburt aufgehoben, das Klagelied Evas hat der Freudengesang Mariens abgelöst. (6. Lesung)

Schriftlesung Math. 1:1-16:

Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. Abraham zeugte Isaak, Isaak aber zeugte Jakob; usw.

Auslegung des hl. Priesters Hieronymus:

Bei Isaias lesen wir: Wer mag sein Geschlecht beschreiben? Glauben wir nicht, der Evangelist stehe im Widerspruch zum Propheten, da er aufzuzählen beginnt, was jener für unmöglich erklärt. Dort ist vom Ursprung seiner Gottheit, hier von seiner Menschwerdung die Rede. Er beginnt mit seiner leiblichen Abstammung, damit wir durch seine menschliche Natur seine Gottheit erkennen. Er war der Sohn Davids, der Sohn Abrahams. Die Reihenfolge ist hier umgekehrt, doch diese Umstellung war notwendig. Hätte er zuerst Abraham genannt und dann erst David, dann hätte er Abraham noch einmal erwähnen müssen, als er den Stammbaum ausführen wollte. (7. Lesung)

Er nannte ihn den Sohn dieser beiden, die anderen ließ er aus. Es war ja auch nur an diese beiden die Verheißung von Christus ergangen. An Abraham war sie ergangen; es heißt ja: In deinem Nachkommen, d.i. in Christus, sollen gesegnet werden alle Völker. An David: Auf deinem Thron soll stets ein Sprosse deines Leibes thronen. Von Judas und der Thamar stammte ab Phares und Zara. Man muß beachten, daß beim Stammbaum unseres Heilandes keine heilige Frau erwähnt wird, sondern nur solche, die die Heilige Schrift tadeln muß. Er, der wegen der Sünde kam, wollte von Sündern geboren werden, um die Sünden aller zu tilgen. Darum wird weiter unten auch Ruth, die Moabitin, und Bethsabee, das Weib des Urias, erwähnt. (8. Lesung)

Predigt des hl. Abtes Bernhard

Was leuchtet wie ein Stern bei der Geburt Mariens? Sicherlich, daß sie von Königen abstammt, daß sie aus der Nachkommenschaft Abrahams, aus dem edlen Geschlechte Davids hervorgeht. Wenn das dir noch zu wenig scheint, dann füge hinzu, daß sie, wie wir wissen, diesem Geschlechte aufgrund des einzigartigen Vorzuges der Heiligkeit von Gott geschenkt wurde, daß sie lange vorher den Vätern vom Himmel verheißen, durch bedeutungsvolle Wunder vorgebildet und durch Prophetenmund vorherverkündet wurde. Auf dies wies hin der Stab des Priesters, der ohne Wurzel Blüten trieb, das Vlies Gedeons, das inmitten der trockenen Tenne befeuchtet wurde, das Tor nach Osten in Ezechiels Erscheinung, das nie einem offen stand. Sie hat schließlich vor allem auch Isaias verheißen als das Reis, das aus der Wurzel Jesse hervorsprießen sollte. Mit Recht wird sie als das große Zeichen geschildert, das am Himmel erschienen ist; von ihr weiß man ja, daß sie schon lange vorher im Himmel verheißen war. (9. Lesung)

Oration:

Herr, wir bitten Dich, gewähre deinen Dienern das Geschenk Deiner himmlischen Gnade; nachdem die Geburt der heiligen Jungfrau ihnen der Anfang des Heiles war, möge die Gedächtnisfeier ihrer Geburt ihnen Vermehrung des Friedens bringen; durch unseren Herrn.


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